Montag, 16. März 2009

Grüner wird’s nicht.

Schon der Flug in den Nordosten Ostraliens war besonders. Beim Landeanflug auf Cairns sind wir übers Great Barrier Reef geflogen – das war schon aus dem Flugzeug imposant. Dann haben wir unseren Camper abgeholt. Leider musste uns die Vermietung mitteilen, dass sie uns upgraden mussten. So haben wir einen neuen Jeep bekommen, der sogar mit einer Klimaanlage aufwartet. Die Karre haben wir dann gleich auf dem Rusty Bazaar vollgeladen. Dort gab es die süßesten Früchte, die wir je gekostet haben. Ananas so süß wie man es sonst nur aus der Dose kennt für einen Dollar. Zuckersüße rote Mangos und selbst Bananen schmecken hier richtig lecker. Unseren Durst haben wir mit frischem Zuckerrohrsaft gelöscht. Ebenfalls ein Gaumenschmaus.

Unser Neuer

Größer als das Zimmer in Tokio ;-)


Unser erster Schlafplatz war der Ellis Beach. Dort wachsen die Palmen bis an den Strand und man muss Acht geben, nicht von der Kokosnuss erschlagen zu werden (kein Witz!).

Barefoot – Real Australian Radler

Ein Hoch auf die Schöpfer des Designs

Heute haben wir eine Tour mit Aborigines durch den Regenwald gemacht. Sie haben uns gezeigt, wie ihr Stamm im Regenwald gelebt hat und viele Geschichten erzählt. So haben wir einen kleinen Einblick in die mächtige und jahrtausendalte Kultur gewinnen können. Manche Geschichten waren so ergreifend, dass ich mit den Tränen kämpfen musste. An diesen Tag werden wir sicher noch lange denken.


Dieser riesige Feigenbaum ist ein besonderer Ort für die Bewohner des Urwalds – er diente als Ausguck, Hochzeitsplatz und Grabstätte

Elefanten-Käfer, der an diesem Baum seit zwei Wochen sitzt (vier Stunden davon können wir bezeugen)

Bei unserer ersten richtigen Regenwaldtour haben mich trotz Insektenspray die Moskitos zerfressen. Meinen Rücken, Arme und Beine zieren unzählige dicke Beulen, die teils richtig schmerzen. Es versteht sich von selbst, dass Nico, der neben mir lief, genau einen halben Mückenstich abbekam. Anschließend sind wir zum Mossman Gorge gefahren, ein Fluss durch den Regenwald, in dem das Schwimmen sicher und vor allem erfrischend ist. Erfrischungen sind hier oben nämlich rar. Ins Meer darfst du nicht, weil dort tötliche Quallen lauern und das Wasser nebenbei viel zu warm ist. In vielen Seen und Flüssen tummeln sich Krokodile, die vor nichts Halt machen. Da freut man sich direkt wie Bolle über einen kühlen reißenden Fluss in den Bergen, der von den Locals empfohlen wird.

Moppi - schafft es kaum auf den Stein...


Nun sind wir in Cape Tribulation. Der Weg hier her führte uns bereits durch dichten Regenwald. Grün, grün und nochmals grün. Wie im Film. Wir glauben manchmal, dass T-Rex jeden Moment aus dem Wald auf die Straße ochst. Hier hüpfen viele Frösche von klein bis riesig durch die Gegend und es fliegen große bunte Schmetterlinge wie im Bilderbuch herum. Morgen möchten wir eigentlich nach Cooktown fahren und unseren Jeep testen. Mal schauen, ob die Straße freigegeben ist. Dort oben würden wir gerne eine weitere Aborigine-Tour machen - diesmal in Höhlen.

Regenwald bis ans Meer

Es ist zwar nicht wärmer als an der Wesküste, dafür haben wir ca. 70-80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Alles ist klamm und feucht. Klamotten trocknen erst gar nicht. Bisher ist es dennoch gut auszuhalten. Bis bald, Ahoi und Happy Schwitzing!

PS. Als ich hier gerade mit Nico im Pub sitze, läuft die Crocodile Dundee Nummer. Ein Aborgine spielt Didgeridoo, ein Junge tanzt vor uns doofe Touris ahmen nach. Da es aber keine wirkliche Tourinummer ist, sonder eher ein spontane Nummer aus Langeweile - ist es wiederum cool. Wir sind in Ostralien!

3 Kommentare: